Ausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“
im MIK Museum Industriekultur Osnabrück eröffnet
Die Sonderausstellung „Zukunft Bauen“ im MIK Osnabrück widmet sich vom 25. April bis zum 01. November 2026 der Frage, wie wir künftig wohnen und leben wollen. Ob in der Stadt oder auf dem Land, allein oder gemeinsam – wir alle brauchen ein Zuhause. Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Gleichzeitig wird Wohnraum immer knapper und für viele Menschen zunehmend unbezahlbar. Hinzu kommen ökologische Herausforderungen wie ein hoher Rohstoffverbrauch, große Abfallmengen und erhebliche Emissionen beim Bauen. Wie kön-nen unter diesen Voraussetzungen zukunftsfähige Lebensräume entstehen? Wie kann kli-maverträgliches Bauen gelingen, das zugleich sozial, ökonomisch und zukunftsorientiert ist? Die Ausstellung „Zukunft Bauen“ setzt Entwicklungen der Baugeschichte in Beziehung zu aktuellen Praktiken. Sie beleuchtet zentrale Probleme und zeigt zugleich innovative An-sätze und visionäre Konzepte für das Bauen und Zusammenleben von morgen. Im Fokus stehen Modelle wie Urban Mining, zirkuläres Bauen, Bauen im Bestand und neue Wohnfor-men, die ökologische und soziale Aspekte vereinen. Für junge Besucherinnen und Besucher bietet die Ausstellung eine große Mitmachbaustelle und interaktive Aktivstationen in einer Kinderspur.
Betritt man die Ausstellung „Zukunft Bauen“ im MIK Osnabrück, ist man schon mitten im Thema: Mit einem großen Baugerüst und zahlreichen begehbaren Häusern, die eine kleine „Siedlung” bilden, greift die Ausstellungsarchitektur Elemente aus der Welt des Bauens auf. Inhaltlich gliedert sich die Ausstellung in drei wesentliche Themenkomplexe. Das Kapitel „Wie bauen?“ präsentiert zukunftsfähige Ansätze für nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen. In der Ausstellungseinheit „Womit bauen?“ werden sowohl traditionelle als auch vielversprechende, innovative Baustoffe vorgestellt. Das Kapitel „Wo und für wen bauen?“ rückt die sozialen, geografischen und kulturellen Aspekte des Bauens ins Zentrum.
Für Kinder und Familien gibt es in jedem Themenbereich eigene Mitmachstationen. Eine durchgehende Kinderspur vermittelt Inhalte altersgerecht und spielerisch. Ein besonderes Highlight ist der Mitmachraum mit Kinderbaustelle. Hier entsteht im Laufe der Ausstellung eine eigene Stadt – gestaltet von jungen Besucherinnen und Besuchern.
Die Ausstellung „Zukunft Bauen“ wird am 24. April 2026 um 18 Uhr mit Grußworten von Falko Mohrs, dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, und Katharina Pötter, der Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück, eröffnet.
Wie bauen?
In Deutschland ist Wohnraum knapp. Besonders in Ballungsräumen übersteigt die Nachfrage das Angebot bei Weitem. Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob gebaut werden soll, sondern wie. Wie sollen wir bauen? Angesichts wachsender ökologischer Belastungen muss das Bauen nachhaltiger, ressourcenschonender und leistungsfähiger gestaltet werden. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, genügend Wohnraum zu schaffen, ohne dabei neue Flächen zu versiegeln. Das Kapitel „Wie bauen?” stellt zukunftsfähige Methoden vor. Energieeffiziente Konzepte wie Passivhäuser oder Solar- und Grünfassaden können die Betriebskosten senken und die CO₂-Emissionen reduzieren. Nachhaltige Strategien wie digitale Planungsprozesse, modulares und sortenreines Bauen, Nachverdichtung, Aufstockung bestehender Gebäude oder die Umnutzung von Bestandsgebäuden tragen dazu bei, neue Wohnungen zu schaffen und die Umweltbelastung zu reduzieren. Dies gilt insbesondere, wenn stadtplanerische Aspekte wie Infrastruktur und Grünflächen von Anfang an berücksichtigt werden.
Womit bauen?
In diesem Kapitel stehen Baustoffe im Mittelpunkt. Die Ausstellungsbesucher*innen erfahren, womit früher, heute und vor allem morgen gebaut wurde bzw. werden kann. Vor der Industrialisierung prägten lokal gewonnene, robuste und klimaregulierende Materialien wie Holz, Lehm, Stroh und Naturstein das Bauen. Dabei kamen jahrhundertealte Techniken zum Einsatz. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzten sich Ziegel, Stahl und vor allem Beton durch, da sie größere, offene Räume ermöglichten, schlankere Konstruktionen zuließen und schnelle sowie standardisierte Bauweisen erlaubten. Beton wurde im 20. und 21. Jahrhundert zum prägenden Baustoff. Inzwischen gilt er jedoch wegen der CO₂-intensiven Zementherstellung als besonders klimaschädlich. Die Forschung setzt deshalb auf Recyclingbeton, innovative Bindemittel und CO₂-speichernde Zuschläge, um Bauvorhaben umweltfreundlicher zu gestalten. Gleichzeitig erlebt das Bauen mit traditionellen Materialien wie Holz, Lehm und Hanf eine Renaissance. Recycelter Beton wird zunehmend genutzt, während neue Baustoffe aus Papier oder Pilzmyzel noch erprobt werden.
Für wen und wo bauen?
Die Geschichte des Bauens ist eng mit der Bewältigung gesellschaftlicher Probleme verknüpft. Im Kapitel „Für wen und wo bauen“ rücken die sozialen, geografischen und kulturellen Aspekte des Bauens ins Zentrum. Bereits im Spätmittelalter wurde in den Städten geplant gebaut – vor allem für Arme und Kranke. Reiche Bürger, kirchliche Stiftungen und die jeweilige Obrigkeit errichteten Hospitäler und Armenhäuser. Mit der Entstehung der Industriegesellschaft Mitte des 19. Jahrhunderts strömten Arbeitskräfte in die Städte – und benötigten Wohnungen. Der Wohnraummangel machte das „Bauen nach Plan“ zur öffentlichen Aufgabe. In den vergangenen 150 Jahren sind unterschiedliche Konzepte für bezahlbares und lebenswertes Wohnen entstanden. Zentral dabei ist der Umgang mit dem Raum: Verdichtetes Wohnen in der Stadt bietet Vorteile wie eine umfangreiche Infrastruktur und die Nähe zu Arbeitsplätzen. Eine lockere Bebauung ermöglicht hingegen Ruhe und Naturnähe, stillt das Bedürfnis nach immer mehr Wohnfläche, erzeugt aber auch mehr Verkehr und erfordert erhöhte Mobilität. Video-Interviews mit Menschen in unterschiedlichen Wohnsituationen – vom selbstgebauten Bauwagen über das Einfamilienhaus bis zur Mietwohnung im Hochhaus – zeigen die Vielfalt heutiger Wohnformen.
Kinder-Mitmachraum: Wie sieht deine Stadt der Zukunft aus?
In jedes Kapitel der Ausstellung ist eine eigene Kinderspur integriert. Diese erklärt komplexe Themen rund ums Bauen auf einfache und spielerische Weise. An verschiedenen Stationen können junge Besucher*innen selbst aktiv werden – durch Ausprobieren, Bauen, Fühlen und Entdecken. Dabei geht es um nachhaltiges Bauen, Architektur, Städte der Zukunft und Umweltschutz. So werden Zusammenhänge verständlich gemacht und die Kinder dazu angeregt, die Welt von morgen kreativ mitzugestalten. Ein besonderes Highlight ist der Mitmachraum mit Kinderbaustelle. Hier entsteht im Laufe der Ausstellung eine eigene Stadt. Die Kinder können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Traumstadt der Zukunft gestalten.
Die Kinderspur wurde mit freundlicher Unterstützung der VGH Stiftung realisiert.
Grüne Spur
Die Frage nach ökologischen und klimaverträglichen Bauweisen ist in der gesamten Ausstellung zentral. Die „Grüne Spur” aber richtet den Blick ausdrücklich auf die wechselseitige Beeinflussung von Natur und Bauen: Einerseits fragt sie danach, wie naturschonend gebaut werden kann. Sie zeigt Beispiele für den sparsamen Umgang mit Flächen zur Erhaltung der Ressource Boden, für die Wiederbelebung ehemaliger Abbauflächen und für Bauweisen, die die Tier- und Pflanzenwelt besonders berücksichtigen und Biodiversität gezielt fördern. Auf der anderen Seite thematisiert die Grüne Spur, wie das Bauen sich an der Natur orientieren und von dieser profitieren kann: Wie können natürliche Formen und Strukturen, Verfahren und Prinzipien beim Bauen aufgegriffen werden und neue Lösungen für altbekannte Probleme bieten?
Die Grüne Spur wurde mit freundlicher Unterstützung der Haarmann-Stiftung für Umwelt und Natur realisiert.
Statements von Fördernden der Ausstellung „Zukunft Bauen“
Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs:
„Wohnen geht uns alle an – als Grundbedürfnis und zentrale Zukunftsfrage. ,Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?‘ macht deutlich, dass Wohnungsbau heute zugleich Klima-, Sozial- und Stadtentwicklungspolitik ist. Die Ausstellung zeigt historische Erfahrungen, aktuelle Herausforderungen und innovative Ansätze auf – und lädt zum Austausch darüber ein, wie nachhaltiger, bezahlbarer und vielfältiger Wohnraum in Niedersachsen gelingen kann. So ist das MIK ein tolles Beispiel dafür, wie Museen zu lebendigen Diskussionsräumen für die großen Fragen unserer Gesellschaft werden.“
Vorstandsvorsitzender der Haarmann Stiftung Umwelt und Natur, Antonius Fahnemann:
„Die Haarmann Stiftung Umwelt und Natur war vom Konzept der Ausstellung sofort überzeugt. Es ist uns ein großes Anliegen, bei einem komplexen Thema wie dem Bauen das Augenmerk auch auf nachhaltigen und schonenden Umgang mit der Natur zu richten. Wir unterstützen daher sehr gerne und mit Überzeugung insbesondere den Teil der Ausstellung, der als „Grüne Spur“ bezeichnet wird. Flächenschonendes Bauen, Rekultivierung ehemaliger Abbauflächen sowie das Bauen für mehr Biodiversität sind für unsere Umweltstiftung bestimmende Themen, die wir in dieser Ausstellung wiederfinden. Wir wünschen ihr viel Erfolg.“
Geschäftsführerin und Vorständin der IKEA Stiftung, Sabine Nold:
„Was, wie und für wen gebaut wird, spiegelt nie nur den Geschmack einer Epoche wider, sondern auch ihr besonderen sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Veränderungen. Deshalb unterstützt die IKEA Stiftung sehr gerne die Ausstellung „Zukunft Bauen“, denn hier wird sehr umfassend gezeigt, dass Nachhaltigkeit, die veränderten Anforderungen an unsere Städte und neue Formen des Zusammenlebens großen Einfluss auf das Thema Bauen hat und neue Anforderungen stellt: Energieverbrauch, neue Materialien, flexible Formen sind Aspekte, die immer wichtiger werden und Häuser sehr verändert haben und verändern werden. Besonders gefallen hat uns auch das interaktive Konzept der Ausstellung und die bewusste Einbeziehung von Kindern.“
Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen, Lavinia Francke:
„Die Ausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“ geht der wichtigen Frage nach, wie klimaverträgliches Bauen in Zukunft möglich sein kann. Damit greift das Museum Industriekultur Osnabrück ein hochaktuelles und zugleich komplexes Thema auf, das anhand zahlreicher konkreter Beispiele, einem vielfältigen Rahmen- und Vermittlungsprogramm und einer Kinder-Baustelle für verschiedene Altersstufen verständlich aufbereitet wird. Seitens der Stiftung Niedersachsen haben wir die Ausstellung daher sehr gerne unterstützt.”
Stiftungsdirektor der VGH Stiftung, Dr. Johannes Janssen, und VGH Regionaldirektor der RD Osnabrück, Michael Kottmann:
„Die Ausstellung „Zukunft Bauen“ widmet sich nicht nur Fragen nach klimaverträglichem Bauen, sondern vermittelt dieses wichtige Thema durch ein umfangreiches Rahmenprogramm vor allem auch an Kinder und Jugendliche. Gerne unterstützen wir als VGH Stiftung dieses klug konzipierte Vermittlungsprogramm, denn Nachhaltigkeit ist in unserem eigenen Handeln wie auch in unserer Förderkonzeption fest verwurzelt“.
Rahmenprogramm zur Sonderausstellung
„Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“
Öffnungszeiten
Di. 10.00 – 14.00 Uhr
Mi. – Fr. 10.00 – 17.00 Uhr
Sa. & So. und Feiertage 10.00 – 18.00 Uhr
Informationen zu Preisen, Anmeldung und Online-Tickets für die einzelnen Termine
finden Sie unter: mik-onsnabrueck.de
Freitag, 24. April 2026, 18:00 Uhr
Eröffnungsfeier „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“
Die Ausstellung wird von Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, und Oberbürgermeisterin Katharina Pötter eröffnet, während Illustratorin Leefje Roy Visionen und Ideen zum Bauen der Zukunft zum Leben erweckt. Für Kinder gibt es parallel ein Betreuungsangebot, das spielerisch und kreativ ins Ausstellungsthema einführt.
Ort: MIK, Magazingebäude, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
03. Mai, 07. Juni, 05. Juli, 02. August, 06. September 2026, jeweils 10:00-18:00 Uhr
Veranstaltungsreihe „sonntags am piesberg“
An den Piesberger Sonntagen gibt es richtig was zu erleben! Das MIK, das Piesberger Gesellschaftshaus, die Feldbahn Piesberg, die Dampflokfreunde und der Förderverein Stüveschacht laden zu einem vielfältigen Programm für die ganze Familie ein. Im MIK geht es vor allem um „Zukunft Bauen“!
Ort: Piesberg Osnabrück
Sonntag, 03. Mai 2026, 14:00 -17:00 Uhr
Bauwerke der Welt – Wir entdecken berühmte Architektur!
Wie wurde eigentlich der Eiffelturm in Paris gebaut und weshalb sieht die Elbphilharmonie in Hamburg so besonders aus? In diesem kreativen Praxis-Workshop finden die Teilnehmenden heraus, was die berühmtesten Gebäude der Welt so einzigartig macht – von den Pyramiden in Ägypten bis hin zu modernen Wolkenkratzern. Gemeinsam werden die spannenden Bauwerke erkundet und mit eigenen Ideen nachgebaut. Eine Teilnahme ist jederzeit ohne Anmeldung möglich, ein spontanes Vorbeikommen und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Bei schönem Wetter findet das Angebot draußen statt.
Ort: MIK, Pferdestall, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
Donnerstag, 07. Mai 2026, 18:30 Uhr
Der Kies-Konflikt. Wird unser wichtigster Rohstoff knapp?
Gemeinsam schauen wir den Dokumentarfilm „Der Kies- Konflikt“ des rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg), der am Beispiel der Region Berlin-Brandenburg wachsende Konflikte um die wichtigen Rohstoffe Sand und Kies beleuchtet. Im Anschluss gibt der Filmemacher und Journalist Nico Schmolke einen Einblick in seine Recherchen und diskutiert mit Expert*innen über Rohstoffabbau, Umweltfolgen und Renaturierung.
Ort: MIK Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
Sonntag, 17. Mai, 07. Juni, 26. Juli, 02. August, 20. September, 11. Oktober, 18. Oktober, 01. November 2026, 14:30 – 15:30 Uhr
Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?
Führung in der Sonderausstellung
Bei dieser Führung erhalten die Teilnehmenden Einblicke in das Bauen der Zukunft und erfahren, welche Rolle Materialien, Energie, Umwelt und technische Innovationen dabei spielen. Die Vorstellung grundlegender Prinzipien nachhaltigen Bauens bietet Raum für Diskussionen und greift Fragen zu Ressourcen, Umweltverantwortung und gesellschaftlichen Entwicklungen auf. Ergänzend vermittelt die Führung Einblicke in die Baugeschichte bis ins 19. Jahrhundert und beleuchtet die Wohnverhältnisse in Osnabrück im Wandel der Zeit.
Ort: MIK, Magazingebäude, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
Donnerstag, 21. Mai, 25. Juni, 16. Juli, 05. August 2026, 17:00 – 19:00 Uhr
MIK after Work
An ausgewählten Abenden bleibt die Ausstellung von 17.00 – 19.00 Uhr länger geöffnet und lädt dazu ein, sie in Ruhe gemeinsam mit Freund*innen oder Kolleg*innen zu entdecken. Abseits des Alltags entsteht so Raum für neue Eindrücke, Gespräche und inspirierende Perspektiven. Eine Kurzführung um 18 Uhr vermittelt kompakte Einblicke in die Ausstellung und setzt spannende Impulse. Im Anschluss bleibt genügend Zeit, sich in entspannter Runde auszutauschen. Bei kühlen Getränken kann man die Sommerabende auf dem Magazingelände ausklingen lassen.
Ort: MIK, Magazingebäude, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
Sonntag, 31. Mai 2026 und Sonntag, 19. Juli, 11:00 – 14:30 Uhr
Urban Sketching
Osnabrücker Architektur mit dem Stift erkunden: Nach einer Kurzführung zur Architektur der historischen Treppengiebel am Marienplatz, des imposanten Heger Tors und des Hotels & Restaurants Walhalla können die Teilnehmer*innen die Orte selbst zeichnen und erhalten dabei individuelle Unterstützung. Anschließend können sich alle bei einem Cafébesuch zu den Zeichnungen austauschen. Wenn möglich sollen bitte Hocker oder Sitzkissen sowie Zeichenmaterial mitgebracht werden.
Treffpunkt: Rathaustreppe, Markt 30, 49074 Osnabrück
Freitag, 05. Juni 2026, 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung: „Mutige Stadt – Mutige Entscheidungen“
Wie entstehen lebenswerte Städte? Zur Vernissage der Wanderausstellung, die der Verein für Baukultur nach Osnabrück geholt hat, laden wir herzlich ein. Die Ausstellung zeigt am Beispiel der niederländischen Stadt Groningen, wie mutige Stadtplanung wirken kann. Ein eigener Ausstellungsteil des Vereins für Baukultur Osnabrück greift Themen wie Mobili tät, Innenstadt, Wasser und die Grünen Finger auf. Zur Ausstellungseröffnung lädt eine Diskussionsrunde mit Matthias Rottmann von der Agentur De Zwarte Hond, Rotterdam, die die Ausstellung konzipiert hat und maßgeblich an der Neugestaltung Groningens beteiligt war, zum Austausch ein. Ausstellungslaufzeit: 5. Juni – 6. September
Eine Kooperation mit dem Verein für Baukultur Osnabrück
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
Sonntag, 07. Juni 2026, 14:00 – 17:00 Uhr
Hausboot-Architektur – Gestalte dein eigenes schwimmendes Zuhause
Gemeinsam geht es auf eine sommerliche Reise in die Welt der Architektur: Spielerisch wird entdeckt, wie Häuser gebaut werden, was ein Hausboot braucht, um auf dem Wasser zu treiben, und wie sich mit Formen, Farben und Materialien tolle Ideen umsetzen lassen. Dabei steht die eigene Fantasie im Mittelpunkt – und es entstehen individuelle Hausboote, die natürlich auch im Wasser getestet werden. Eine Teilnahme ist jederzeit ohne Anmeldung möglich, ein spontanes Vorbeikommen und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.
Ort: MIK, Pferdestall, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:00 Uhr
Alternative Stadtführung – Ein Blick auf die Lebenswelt wohnungsloser Menschen in Osnabrück
Abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten eröffnet die Führung einen Blick auf Orte, die für wohnungslose Menschen im Alltag eine wichtige Rolle spielen. Ein erfahrener Sozialarbeiter der Sozialen Dienste SKM gGmbH gibt gemeinsam mit Betroffenen einen Einblick in Lebensrealitäten, Herausforderungen und Unterstützungsangebote. Ein Perspektivwechsel, der dazu anregt, über das eigene Verständnis von Armut und Wohnungslosigkeit nachzudenken.
Treffpunkt: Vor dem Dom, Domhof 12, 49074 Osnabrück
Donnerstag, 18. Juni 2026, 17:00 – 20:00 Uhr
Vogelhäuser gestalten – große Architektur im Kleinformat
Inspiriert von Architekt*innen wie Antoni Gaudí, Le Corbusier oder Zaha Hadid werden gestalterische Prinzipien auf ein Vogelhaus im Kleinformat übertragen. Skizzen und Modelle führen Schritt für Schritt zum eigenen Entwurf und zur handwerklichen Umsetzung.
Ein Programm im Rahmen der ArchitekturZeit 2026 in Kooperation mit Architektin Katja Heitmann.
Ort: MIK, Pferdestall, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
Samstag, 27. Juni 2026, 10:00 – 14:00 Uhr
Baustelle live erleben: Baggern im Lokviertel
Bereit für ein echtes Abenteuer? Auf der Baustelle im Lok-Viertel lässt sich echte Baustellenluft schnuppern: Bagger hautnah erleben, Profis bei der Arbeit beobachten, die Kraft der Maschinen spüren und sogar selbst das Steuer übernehmen. Ein erlebnisreicher Einblick in die Welt des Bauens!
Eine Kooperation mit der Köster GmbH.
Ab 12 Jahren.
Hinweis: Baustellengerechte Kleidung und Sicherheitsschuhe erforderlich. Warnweste und Helme werden gestellt.
Treffpunkt: Hamburger Straße / Einfahrt Coppenrath Innovation Centre, 49084 Osnabrück
Sonntag, 05. Juli 2026, 10:00 – 18:00 Uhr
Kulturflohmarkt
Auf dem Kulturflohmarkt lassen sich besondere Fundstücke für das eigene Zuhause entdecken. Bei einer begleitenden Mitmachaktion zum Thema Bauen wird gebastelt, gewerkelt und gemeinsam überlegt, wie wir in Zukunft wohnen und leben wollen. Orte: Piesberger Gesellschaftshaus und MIK, Magazingelände, Süberweg 50a
01. bis 09. August 2026, 10:00 – 18:00 Uhr
Basislager Piesberg
Groß und Klein verbringen außergewöhnliche (Ferien-) Tage am Piesberg. Das Piesberger Gesellschaftshaus und das MIK laden zu einer vielfältigen Natur-, Kultur-, und Mitmachwoche mit Ausflügen, Workshops, Musik, Theater, Kino und Vielem mehr ein.
Orte: siehe mik-osnabrueck.de
Mittwoch, 05. August 2026, 14:00 – 17:00 Uhr
Laubhütte bauen
Gemeinsam mit dem Wildnispädagogen Steffen tauchen die Kinder in die faszinierende Welt des Survival-Elements Schutz ein. Im Wald um den Piesberg herum errichtet die Gruppe nur aus gesammelten Naturmaterialien eine kleine Schutzhütte. Im geschützten Rahmen lernen die Kinder, worauf es beim Bau einer Notunterkunft ankommt, um sich vor den Elementen zu schützen. Dafür sind Ideenreichtum, Entdeckergeist und der Mut im Team anzupacken wichtig. Denn gemeinsam schaffen wir so viel mehr als allein!
Treffpunkt: MIK, Pferdestall, Süberweg 50
06. & 07. August 2026, 09:00 – 13:00 Uhr
Zwei Tage als Architekt*in
In diesem zweitägigen Workshop schlüpfen die Kinder in die Rolle von Architekt*innen und entdecken die Grundlagen des Bauens und Planens. Es werden Skizzen gezeichnet, Ideen entwickelt und natürlich gebaut. Kreativität, praktisches Arbeiten und spielerisches Ausprobieren stehen dabei im Mittelpunkt.
Ab 8 Jahren.
Treffpunkt: MIK, Pferdestall, Süberweg 50a
08. August 2026, 19:00 Uhr
Live-Musik „Kelly und Jan“
Kino unter freiem Himmel trifft auf sommerlichen Pop: Kelly und Jan, Studierende am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück, eröffnen ab 19.00 Uhr den Abend mit einem Live-Set.
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
08. August 2026, 21:00 Uhr
Freiluftkino „Playtime – Tatis herrliche Zeiten“
Kino unter freiem Himmel trifft auf sommerlichen Pop: Kelly und Jan, Studierende am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück, eröffnen ab 19.00 Uhr den Abend mit einem Live-Set. Anschließend läuft Jacques Tatis Klassiker „Playtime“ vor der besonderen Kulisse des Haseschachtgebäudes. Der französisch-italienische Film zeigt ein futuristisches Paris, wie man es sich zur Zeit seiner Entstehung in den 1960er Jahren vorstellte. Monsieur Hulot ist von der einschüchternden Komplexität des überladenen Paris völlig überfordert. Prompt verirrt er sich im Labyrinth der Moderne und streift mit ein paar amerikanischen Touristen durch die Symphonie einer Großstadt.
Eine Kooperation mit dem Filmfest Osnabrück.
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
20. August 2026, 17:30 Uhr
Podiumsdiskussion: Mutige Stadt – Mutige Entscheidungen
Welche Entscheidungen braucht die Stadt von morgen? Im Kontext der Ausstellung „Mutige Stadt – Mutige Entscheidungen“ diskutieren Vertreter*innen der Politik gemein sam mit Expert*innen Strategien und Herausforderungen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum informellen Austausch.
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
26. August 2026, 18:00 Uhr
Zukunftsraum Kirche
Viele Kirchen stehen vor grundlegenden Transformationsprozessen, da Gemeinden kleiner und Räume seltener liturgisch genutzt werden. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Orten für Kultur, soziale Angebote und neue Formen von Gemeinschaft. Die Profanierung von Kirchen eröffnet neue Nutzungsoptionen, wirft aber auch Fragen zur Identität, Würde und Zukunft des Gebäudes auf. Expert*innen des Bistums Osnabrück geben Einblick in die Hintergründe und zeigen spannende Beispiele. Anschließend sind die Teilnehmenden eingeladen, eigene Ideen für diese besonderen Räume zu entwickeln und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Eine Kooperation mit dem Bistum Osnabrück.
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
Sonntag, 06. September 2026, 10:00 – 18:00 Uhr
Abenteuer Baustelle
Erwachsene und Kinder können gemeinsam in die Welt des Bauens eintauchen. An der Kinderbaustelle oder dem großen „Wackelturm“ dürfen die kleinen Bauarbeiter*innen selbst Hand anlegen, stapeln und ausprobieren, während an Kreativstationen Ideen für die Stadt der Zukunft Gestalt annehmen. Ein Erlebnistag für die ganze Familie!
Ort: MIK, Magazingelände, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
Sonntag, 13. September 2026, 11:00 Uhr
Ausstellungseröffnung: „Industriekultur andernorts – Die Ziegeleien Lage und Hollage“
Die Fotografische Gesellschaft Osnabrück nimmt die Besucher*innen im Rahmen der Reihe „Industriekultur andernorts“ wieder mit auf Reisen: Diesmal präsentiert sie Aufnahmen der historischen Ziegelei Beermann in Lage (Westf.). Die Fotografien zeigen unterschiedliche Produktionsstätten, die heute einen Standort des LWL-Museums für Industriekultur bilden. Ergänzt werden sie mit Einblicken in den noch aktiven Betrieb der Klinker- und Keramikwerke A. Berenteig im Wallenhorster Ortsteil Hollage.
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
27. September 2026, 14:00 – 16:30 Uhr
Ein Haus für die Fledermaus
In diesem Workshop bauen Kinder eigene Fledermauskästen und schaffen so einen sicheren Unterschlupf für die nachtaktiven Tiere. Das neu entstandene Fledermaus-Zuhause darf natürlich mitgenommen werden.
Ort: MIK, Pferdestall, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück
30. September 2026, 19:00 Uhr
„No Sweet Home“ – Lesung mit Lara Schulschenk
Die Mieten steigen nicht, sie werden erhöht! Immer mehr Menschen fürchten um ihr Zuhause. Lara Schulschenk analysiert in ihrem Buch „No Sweet Home – Wie der Mietenwahnsinn unser Zuhause und unseren Zusammenhalt zerstört“, wie es so weit kommen konnte. Sie benennt die Verantwortlichen, räumt mit ewigen Mythen über den Wohnungsmarkt auf, weist auf Lösungsansätze hin und nimmt dreiste Wohnungsanzeigen auseinander.
Eine Kooperation mit der VHS Osnabrück.
Ort: Volkshochschule der Stadt Osnabrück, Bergstr. 8, 49076 Osnabrück, Raum 407
04. Oktober 2026, 15:00 Uhr
Von der Steinkohlenzeche zum kulturellen Begegnungsort
Die Führung über das weitläufige Gelände der ehemaligen Kohlenzeche mit zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden erzählt kurzweilig die spannende Architekturgeschichte des heutigen Museumsstandortes am Piesberg.
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
Dienstag, 06. Oktober 2026, 15:00 Uhr
Kirchenräume im Wandel?
Kirchenräume stehen vielerorts vor neuen Fragen: Wie können sie auch künftig Orte der Begegnung, der Kultur und des gesellschaftlichen Austauschs bleiben? Welche architektonischen, künstlerischen und gemeinschaftlichen Perspektiven eröffnen sich für bestehende Gebäude? Die Tagung bringt Architekt*innen, Künstler*innen sowie engagierte Ehrenamtliche aus dem Bistum Osnabrück zusammen. Eine Veranstaltung des Bistums Osnabrück.
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171
Freitag, 23. Oktober 2026
10:00 Uhr kleine Führung ab 8 Jahren & 11:45 große Führung ab 16 Jahren
Ziegelherstellung im Ziegelwerk Bramsche
Bei einer exklusiven Führung durch das Ziegelwerk Bramsche der Wienerberger GmbH gibt es Einblicke in die moderne Ziegelproduktion und spannende Hintergründe zu dem traditionsreichen Baustoff.
Ort: Wienerberger GmbH, Ziegelwerk Bramsche, Osnabrücker Straße 67, 49565 Bramsche
Donnerstag, 29. Oktober 2026, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
„Drinnen. Vom Einziehen und Ankommen“ – Lesung mit Till Raether
Im Laufe des Lebens ziehen viele Menschen mehrfach um und mit jedem neuen Zuhause verändert sich auch der Blick auf das eigene Leben. In seinem Buch „Drinnen“ geht der bekannte Autor und Kolumnist Till Raether (u. a. SZ-Magazin) der Verbindung von Wohnen, Erinnern und Ankommen nach. Eine Lesung über Wohnbiografien, Einzugstraditionen und die kleinen Dinge des Alltags, die aus vier Wänden ein Zuhause machen.
Eine Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen.
Ort: MIK, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück
Angebote für Schulen
Nachhaltiges Bauen. Wie kann das gelingen?
Führung durch die Sonderausstellung ab 3. Klasse
Die Führung durch die Sonderausstellung vermittelt, wie Materialien, Energie, Umwelt und technische Innovationen das Bauen der Zukunft prägen können. Dabei lernen Schüler* innen grundlegende Prinzipien nachhaltigen Bauens kennen und setzen sich mit Fragen zu Ressourcen, Verantwortung für die Umwelt und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander. Ergänzend gibt die Ausstellung Einblicke in die Geschichte des Bauens bis ins 19. Jahrhundert und beleuchtet die Wohnverhältnisse in Osnabrück im Wandel der Zeit.
Dauer: 60 Minuten
Zukunft Stadt. Wie wollen wir wohnen und leben?
Führung und Workshop in der Sonderausstellung
ab 3. Klasse
Nach einer Führung durch die Sonderausstellung entwerfen die Schüler*innen in einem Workshop eigene Ideen für eine Stadt der Zukunft und setzen ihre Visionen kreativ um. Dabei werden Themen aus den Bereichen gesellschaftliche Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit vertieft.
Dauer: 150 Minuten
Sie haben Interesse an unseren Angeboten für Schulen?
Wenden Sie sich an unseren Besuchsservice.
Die Programme werden an die jeweiligen Altersgruppen angepasst.
0541/122 447
info@mik-osnabrueck.de
Kindergeburtstag „Zukunft Bauen“
Bauen für kleine und große Architekt*innen
Du hast Geburtstag? Das feiern wir mit einer kreativen Bau-Challenge! Gemeinsam mit deinen Freund*innen werdet ihr zu Architekt*innen der Zukunft und baut euer eigenes Modell-Traumhaus – aus recycelten Materialien und mit viel Fantasie!
Pressefotos
Blick in die Sonderausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“ im MIK Osnabrück
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Besuchende in der Ausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“
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Kinder an einer Aktivstation in der Ausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“ im MIK Osnabrück
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Bildschirm-Simulation zur Schwammstadt in der Ausstellung "Zukunft Bauen" im MIK
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Bis 2045 will die Bundesregierung den Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral gestalten. Moderne Dämmmaterialien wie Mineralwolle, Polystyrol oder natürliche Fasern schützen nicht vor Temperaturverlusten, Lärm und Feuchtigkeit. Intelligente Kombinationen aus Wand-, Dach- und Bodendämmung sorgen dafür, dass Heiz- und Klimasysteme effizient arbeiten und die Kosten sinken. Die Leistungsfähigkeit der Dämmung hängt nicht unbedingt von der Dicke der Schicht ab, wie die Inszenierung in der Ausstellung zeigt.
Copyright: MIK
Es gibt verschiedene Ansätze, um mit weniger und nachhaltigeren Materialien gleichzeitig schneller zu bauen. Beispielsweise den Leichtbau – eine Bauweise, die auf geringes Gewicht bei hoher Stabilität setzt. Anders als Massivbauten aus Stein oder Beton werden die Lasten gezielt über Rahmenkonstruktionen verteilt und Materialien wie Holz, Aluminium, Faserverbundstoffe oder vorgefertigte Platten genutzt. Das Roots in Hamburg, ist mit rund 65 Metern das höchste Holzhochhaus Deutschlands. Die tragenden Strukturen bestehen aus PEFC zertifiziertem Nadelholz in Hybridbauweise, wodurch Gewicht reduziert, die Bauzeit verkürzt und zugleich Stabilität und Nachhaltigkeit gewährleistet werden. Auf 19 Stockwerken entstehen Wohnungen, Büros und Ausstellungsflächen; die ersten Wohnungen wurden Anfang 2024 bezogen.
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Beispiel zur Umnutzung ehemaliger Industriestandorte. Entstanden früher Stadtteile vor allem „auf der grünen Wiese“, also auf unbebauten Flächen außerhalb bestehender Siedlungen, gewinnen heute die Innenstädte an Bedeutung für die Wohnraumgewinnung. Leerstände, Industriebrachen und bestehende Viertel werden saniert, umgenutzt, aufgestockt und nachverdichtet. Ein Beispiel ist das Magnum-Gelände im Osnabrücker Stadtteil Fledder: Das 15,5 Hektar große ehemalige Stahlwerksareal soll zu mit nachhaltiger Architektur zu einem lebendigen Quartier mit Wohnungen, Büros, Gastronomie und Kulturangebot umgestaltet werden.
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Zusammenklappbares Werbehäuschen. Um 1950, Schenkung der Bausparkasse Wüstenrot, Ludwigsburg In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in Deutschland jährlich bis zu 250.000 Einfamilienhäuser. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Entstehung der Bausparkassen, die den Erwerb eines Einfamilienhauses für viele möglich machten. Negative Folgen dieser Entwicklung sind die Zersiedelung der Landschaft, die oft langen Wege zum Arbeitsplatz und die daraus entstehenden Verkehrsprobleme.
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Ausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“ im MIK
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Mitmachraum in der Ausstellung Zukunf Bauen im MIK
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Beispiel innovative Baustoffe. Ein eher unbekannter, erst in jüngerer Zeit genutzter Baustoff, sind Neptunbälle: Die faserigen Kugeln aus abgestorbenen Blättern der Mittelmeer-Seegrasart Posidonia oceanica. Die luftigen, salz- und mineralstoffreichen Fasern eignen sich sehr gut als Dämmmaterial. Sie sind feuchtigkeitsresistent, schimmelhemmend, schwer entflammbar und vollständig kompostierbar. Durch ihre hervorragende Wärmedämmung und die einfache Verarbeitung bieten Neptunbälle eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Dämmstoffen.
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Bildschirm-Simulation zur Schwammstadt in der Ausstellung "Zukunft Bauen" im MIK
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Bildschirm-Simulation zur Schwammstadt in der Ausstellung "Zukunft Bauen" im MIK
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Pressekontakt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Birgit Scheidecker
Scheidecker[at]mik-osnabrueck.de
0541 912 78 46