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Die nächsten Veranstaltungen im MIK

So. 07.12.
10:00 - 13:00 Uhr
Oldtimer-Treffen am MIK

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Eine lebendige Zeitreise in die Einkaufswelt vergangener Tage

So. 07.12.
10:00 - 13:00 Uhr
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    Eintritt 7,50 Euro, 5 Euro ermäßigt
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MIK Museum Industriekultur
Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück

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Route Innenstadt

  • 5
    Handwerkstradition – Schuhmacher Berning

Fotos

1. Schuhmacher berning Alte Muenze 5bb35270

Schuhmacher Berning vor seiner Werkstatt, um 1948
Foto: unbekannt, Sammlungen des MIK

2. Der Schuhmacher Lithografie G. M. Kirn um 1835 1 scaled 220db839

Der Schuhmacher, um 1835
Lithografie: G. M. Kirn, Sammlungen des MIK

5. Schustertisch scaled dd5d4a91

Schuhmachertisch mit Werkzeug, 1. Hälfte 20. Jh.
Foto: M. Kiupel, Sammlungen des MIK

4.Schuhmacherei Hollenberg scaled f41e242a

Schustermeister bei der Arbeit, 1950er-Jahre
Foto: G. Bosselmann, Sammlungen des MIK

5. Schuhhaus Broecker 1 scaled 24a04976

Schuhhaus Bröcker in der Johannisstraße, 1950er-Jahre
Foto: G. Bosselmann, Sammlungen des MIK

Audio

Beschreibung

„Ach, liebster Schuster du
flick du mir meine Schuh
die Schuh, die sind entzwei
der Schuster macht sie neu.“

Diesen Kinderreim wird der Schuhmachermeister Johann Berning sicherlich öfter gehört haben, nachdem er im Jahr 1892 hier an der Alten Münze in Osnabrück seine Werkstatt eröffnet hatte. Sein Sohn Walter lernte ebenfalls das Handwerk der Schuhmacher und übernahm 1942 das Geschäft seines Vaters.

1945 durch Bomben vollständig zerstört, konnte 1948 nach dem Neubau des Hauses der Betrieb wieder aufgenommen werden. Auch Peter Berning, Walters Sohn, wurde Schuhmacher, legte die Meisterprüfung ab und führt seit 1977 den Familienbetrieb weiter. Und zwar bis heute!

Im Rahmen der Industrialisierung – ungefähr seit 1870 – wurden auch Schuhe zunehmend in Fabriken hergestellt. Die Einführung der Nähmaschine und der Schuhpflockmaschine, die das Aufnageln der Sohlen ermöglichte, beschleunigte die Fertigstellung der Schuhe im Vergleich zur mühsamen Handarbeit doch erheblich. Dies veränderte auch die Arbeit der kleinen Schuhmacherwerkstätten – ihr Schwerpunkt lag nunmehr auf Reparaturarbeiten. Die industriell gefertigten Schuhe waren von guter Qualität, aber immer noch relativ teuer, sodass sich eine Reparatur fast immer lohnte. Diese Arbeiten, gelegentliche Sonderanfertigungen und der zusätzliche Verkauf von Schuhen und Schuhbedarfsartikeln sicherten die Existenz vieler Schuhmacherbetriebe.
In den Jahren 1918 bis 1945 gab es in Osnabrück 110 Schuhmacherbetriebe unterschiedlicher Größe, teilweise in Hinterhöfen oder Kellern eingerichtet.

„Im Keller ist es duster, da wohnt ein armer Schuster.“

Die Verse des alten Kinderliedes kennt wohl niemand mehr. Und Schuhe werden heute auch nur noch selten repariert, sofern es überhaupt handwerklich möglich und nicht zu teuer ist. Neue Schuhe zu kaufen, ist meistens günstiger. Das alte Handwerk stirbt langsam aus. Spezialgebiete wie Orthopädieschuhmacherei oder exklusive Maßanfertigung einmal ausgenommen.
In ganz Deutschland gab es 2019 nur 17 Auszubildende, die das Handwerk des Schuhmachers lernten! In Osnabrück sind nur noch vier Schuhmachermeister tätig. Peter Bernings in dritter Generation geführter Betrieb war bis zur Schließung 2022 wohl auch einer der ältesten seiner Zunft.

„Pinke Panke Puster,
wo wohnt der Schuster,
unten oder oben, wo soll er wohnen
Pinke Panke Puster,
wo wohnt der Schuster.“

Audioproduktion: Musiktheater LUPE Osnabrück