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Die nächsten Veranstaltungen im MIK

So. 11.10.
10:00 Uhr
Osnabrücker Bergbaugeschichte – (Un-)Bekannte Schätze über und unter Tage - Radtour

Eine Veranstaltung des Museums am Schölerberg

Di. 13.10.
20:00 - 22:00 Uhr
Wöchentliches Treffen der Fotografischen Gesellschaft Osnabrück e.V.

Kreativer Austausch am Piesberg

Mi. 14.10.
16:00 - 18:00 Uhr
Digital-Treff im MIK

Unterstützung im Umgang mit Smartphone, Tablet & Co

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Icon Öffnungszeiten
    Das Museum ist heute geöffnet

  • Icon: EIntrisskarten
    Eintritt 7,50 Euro, 5 Euro ermäßigt
Wonach suchen Sie?


MIK Museum Industriekultur
Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück

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MIK Museum Industriekultur
Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück

Pressemeldung Sonderausstellungen
Freitag, 12. Dezember 2025

Zwischen Ende und Anfang – Osnabrück 1945 Werke von Franz Josef Langer im Museum Industriekultur Osnabrück

Vom 14. Dezember 2025 bis zum 17. Mai 2026 zeigt das MIK Museum Industriekultur Osnabrück eine Sonderausstellung mit Werken des bekannten Osnabrücker Malers Franz Josef Langer (1916-1981). Die Ausstellung fügt sich ein in das Gedenken an das Kriegsende 1945 in diesem Jahr und ist auf der großen Galerie im Hasechachtgebäude des MIK zu sehen. Langers „Trümmerbilder“, eindrückliche Gemälde und Kohlezeichnungen, werden begleitet von historischen Fotografien aus dem Sammlungsbestand des Museums, die ebenfalls den Zustand der Stadt um 1945 dokumentieren. Das Ausmaß der Zerstörung, das aus den nationalsozialistischen Angriffskriegen und Gräueltaten folgte, wird deutlich. Heute, 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, erhalten die Bilder angesichts neuer Kriege auch in Europa und erstarkender rechtsextremer Bewegungen eine erschreckende Aktualität.

Schon vor dem Krieg hatte Franz Josef Langer (1916-1981) mit Vorliebe die Altstadt Osnabrücks in seinen Bildern festgehalten. 1939 von der deutschen Wehrmacht eingezogen und als Maler freigestellt in Frankreich und Russland im Einsatz, beteiligte er sich 1942 an der Osnabrücker Ausstellung „Heimatfront in der Kunst“. Seine beiden Beiträge zeigten die Folgen der Bombardements für die Stadt und ließen sich für die Propaganda des nationalsozialistischen Regimes nutzen. Diese zielte darauf ab, durch die Darstellung der Kriegsschäden in Deutschland die Kampfbereitschaft der deutschen Bevölkerung zu stärken.

Bereits seine im Fronteinsatz entstandenen Zeichnungen zerstörter russischer Dörfer und von Menschen auf der Flucht belegen aber eine zunehmend distanzierte Haltung Langers zum Kriegsgeschehen. Nach dem Krieg veränderte sich auch sein Anspruch bei der Darstellung seiner Heimatstadt. Trauer über die Zerstörungen und die erlebte Realität des Krieges sprechen aus seinen Werken. André Lindhorst, früherer Leiter der Kunsthalle Osnabrück, deutete sie als Mahnung für ein „Nie wieder!“.

 

Ohne Beschönigung porträtierte Langer in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg mit Pinsel oder Kohlestift seine zerstörte Heimatstadt Osnabrück. Auch den beginnenden Wiederaufbau, der die Grundlage für die Entwicklung zur modernen Großstadt legte, zeigen seine Werke. Selten malte der Künstler in seinem Atelier an der Süntelstraße, sondern fast immer öffentlich, mitten in der Stadt, im direkten Kontakt mit den Menschen.

Die meist menschenleeren, räumlich sehr genauen Gemälde und Zeichnungen Langers gehören zu den wenigen überlieferten Kunstwerken, die Osnabrück in dieser Zeit darstellen. Bis 1949 widmete sich Langer intensiv der Dokumentation der bombardierten Stadt, bevor er sich anderen Themen zuwandte und als Kunsterzieher am Gymnasium Carolinum wirkte.

 

Das MIK zeigt 14 Werke des Künstlers aus einem Zyklus von insgesamt 46 erhaltenen „Trümmerbildern“, die bereits 1995 in der Kunsthalle Osnabrück im Kontext der Ausstellung „Franz Josef Langer – Die Trümmerbilder 1942 – 1949“ zu sehen waren.
Dr. Vera Hierholzer, Kuratorin der Ausstellung, hat Langers Werke um korrespondierende Fotografien aus den umfangreichen Beständen der Fotografischen Sammlung des MIK ergänzt. Langers Bilder stehen hier im Dialog mit dokumentarischen Fotografien weitgehend unbekannter Urheber, aber auch aus dem renommierten Osnabrücker Atelier Lichtenberg, die ebenfalls nach Kriegsende entstanden sind. Manche Fotografien greifen erstaunlich genaue Details und Blickwinkel, wie einzelne Ornamente der Rathaustreppe, aus Langers Gemälden auf. Andere erweitern die vom Künstler dargestellten Szenen um weitere Perspektiven auf zentrale Osnabrücker Orte wie den Dom oder die Marienkirche. Wieder andere schließen thematisch an Langers Ansichten an und zeigen beispielsweise Menschen, beim Wiederaufbau der Stadt.

 

Ausstellungseröffnung
Zwischen Ende und Anfang – Osnabrück 1945. Werke von Franz Josef Langer

Am Sonntag, den 14. Dezember 2025, lädt das MIK um 16.30 Uhr herzlich ein zur Eröffnung der Sonderausstellung „Zwischen Ende und Anfang – Osnabrück 1945 Werke von Franz Josef Langer“. Ein Drei-Generationen-Gespräch stimmt auf die Bilder ein. Die Tochter des Künstlers, Eva Maria Stumpe, und Langers Sohn, Hans Peter Langer, sprechen mit Dr. Vera Hierholzer, der Direktorin des MIK, und mit Melisa Ramovič, die derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr am Museum absolviert. 
Eintritt frei
Ort: MIK Museum Industriekultur Osnabrück, Haseschachtgebäude, Große Galerie, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück

Pressefotos

Gemälde von Franz Josef Langer
Copyright: Hans Peter Langer


Pressekontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Birgit Scheidecker
Scheidecker[at]mik-osnabrueck.de
0541 912 78 46