Kreativer Austausch am Piesberg
Unterstützung im Umgang mit Smartphone, Tablet & Co
für elektrische Kleingeräte
MIK Museum Industriekultur
Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück
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für elektrische Kleingeräte
MIK Museum Industriekultur
Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück
Ob in der Stadt oder auf dem Land, allein oder gemeinsam – wir alle brauchen ein Zuhause. Wohnen ist ein Grundbedürfnis, doch Wohnraum wird immer knapper und ist für viele Menschen kaum noch bezahlbar. Gleichzeitig stellen der Rohstoffbedarf sowie die bei Bauprozessen entstehenden Abfälle und hohen Emissionswerte eine ökologische Herausforderung dar.
Die Ausstellung setzt Entwicklungen der Baugeschichte in Bezug zu aktuellen Praktiken, beleuchtet zentrale Problemstellungen und stellt visionäre Konzepte für das Bauen und Zusammenleben von morgen vor. Im Fokus stehen innovative, nachhaltige Ansätze und Modelle wie Urban Mining, zirkuläres Bauen, Bauen im Bestand und neue Wohnformen, die ökologische und soziale Aspekte vereinen.
Die Schaffung von Wohnraum ohne zusätzliche Flächenversiegelung ist eine zentrale Herausforderung. Nachhaltige Ansätze wie Passivhäuser oder Solar- und Grünfassaden senken Betriebskosten und reduzieren CO₂-Emissionen. Ergänzend tragen digitale Planungsprozesse, modulares Bauen, Nachverdichtung, Aufstockungen und die Umnutzung bestehender Gebäude dazu bei, neuen Wohnraum ressourcenschonend zu schaffen.
Beispiel für Leichtbauweise: Modell, Kaldewei, Assmann Beraten + Planen GmbH, 2020
Das Roots in Hamburg, ist mit rund 65 Metern das höchste Holzhochhaus Deutschlands. Die tragenden Strukturen bestehen aus PEFC‑zertifiziertem Nadelholz in Hybridbauweise, wodurch Gewicht reduziert, die Bauzeit verkürzt und zugleich Stabilität und Nachhaltigkeit gewährleistet werden.
Leerstände, Industriebrachen und bestehende Viertel bieten Potenzial für neuen Wohnraum. Durch Sanierung, Umnutzung, Aufstockung und Nachverdichtung können Flächen effizient genutzt werden. Ein Beispiel ist das ehemalige Stahlwerksareal im Osnabrücker Stadtteil Fledder, das zu einem gemischt genutzten Quartier mit Wohnen, Arbeiten und Freizeitangeboten entwickelt werden soll.
Quartier „Magnum“; Modell, ASTOC Architects and Planners, Köln, mit Greenbox Landschaftsarchitekten PartGmbB, 2023
Womit wurde früher, heute und vor allem morgen gebaut? Vor der Industrialisierung prägten lokal gewonnene, robuste und klimaregulierende Materialien wie Holz, Lehm, Stroh und Naturstein das Bauen. Dabei kamen jahrhundertealte Techniken zum Einsatz.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts setzten sich Ziegel, Stahl und besonders Beton durch. Sie ermöglichten größere Räume, schlankere Konstruktionen und standardisierte Bauweisen. Heute steht Beton jedoch zunehmend in der Kritik, da die Zementherstellung besonders klimaschädlich ist.
Um Bauvorhaben klimafreundlicher zu gestalten, setzt die Forschung auf Recyclingbeton, innovative Bindemittel und CO₂-speichernde Materialien. Gleichzeitig gewinnen traditionelle Baustoffe wie Holz, Lehm und Hanf wieder an Bedeutung. Während Recyclingbeton bereits zunehmend eingesetzt wird, befinden sich neue Materialien aus Papier oder Pilzmyzel noch in der Erprobung.
Die Ausstellung zeigt innovative Baustoffe wie 3D‑gedruckten Beton, Pilzmyzel oder Neptunbälle
Die Geschichte des Bauens ist eng mit der Bewältigung gesellschaftlicher Probleme verknüpft. In diesem Ausstellungskapitel rücken die sozialen, geografischen und kulturellen Aspekte des Bauens ins Zentrum. Bereits im Spätmittelalter wurde in den Städten geplant gebaut – vor allem für Arme und Kranke. Reiche Bürger, kirchliche Stiftungen und die jeweilige Obrigkeit errichteten Hospitäler und Armenhäuser.
Mit der Entstehung der Industriegesellschaft Mitte des 19. Jahrhunderts strömten Arbeitskräfte in die Städte – und benötigten Wohnungen. Der Wohnraummangel machte das „Bauen nach Plan“ zur öffentlichen Aufgabe.
In den vergangenen 150 Jahren sind unterschiedliche Konzepte für bezahlbares und lebenswertes Wohnen entstanden. Zentral dabei ist der Umgang mit dem Raum:
Verdichtetes Wohnen in der Stadt bietet Vorteile wie eine umfangreiche Infrastruktur und die Nähe zu Arbeitsplätzen. Eine lockere Bebauung ermöglicht hingegen Ruhe und Naturnähe, stillt das Bedürfnis nach immer mehr Wohnfläche, erzeugt aber auch mehr Verkehr und erfordert erhöhte Mobilität.
Häuser des Gemeinnützigen Osnabrücker Bauvereins an der Oststraße; Fotografie, Osnabrück, um 1900, MIK
Video-Interviews mit Menschen in unterschiedlichen Wohnsituationen – vom selbstgebauten Bauwagen über das Einfamilienhaus bis zur Mietwohnung im Hochhaus – zeigen die Vielfalt heutiger Wohnformen.
In jedes Kapitel der Ausstellung ist eine eigene Kinderspur integriert. Diese erklärt komplexe Themen rund ums Bauen auf einfache und spielerische Weise. An verschiedenen Stationen können junge Besucher*innen selbst aktiv werden – durch Ausprobieren, Bauen, Fühlen und Entdecken. Dabei geht es um nachhaltiges Bauen, Architektur, Städte der Zukunft und Umweltschutz. Ein besonderes Highlight ist der Mitmachraum mit Kinderbaustelle. Hier entsteht im Laufe der Ausstellung eine eigene Stadt. Die Kinder können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Traumstadt der Zukunft gestalten.
* (Jugendliche von 16-18 Jahren, Schüler*innen, Studierende auswärtiger Hochschulen, Auszubildende mit AzubiCard, Schwerbehinderte mit Ausweis)
Abendöffnung & Kurzführung
Osnabrücker Architektur mit dem Stift erkunden
Führung in der Sonderausstellung.
Basislager Piesberg
Wir bauen aus Naturmaterialien eine Schutzhütte!
Basislager Piesberg
Zweitägiger Workshop
Konzert im höchsten Biergarten Osnabrücks
„Playtime – Tatis herrliche Zeiten“
veranstaltet vom Verein für Baukultur Osnabrück
Wie sieht die ideale Stadt der Zukunft aus?
Aktionstag für Familien am Piesberg
Führung in der Sonderausstellung.
Workshop
Lesung: Lara Schulschenk mit „No Sweet Home”
Führung
Führung in der Sonderausstellung.
Führung in der Sonderausstellung.
10:00 Uhr kleine Führung ab 8 Jahren & 11:45 große Führung ab 16 Jahren
10:00 Uhr kleine Führung ab 8 Jahren & 11:45 große Führung ab 16 Jahren
Lesung mit Till Raether
Führung in der Sonderausstellung.